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Soziale Gerechtigkeit 

Die Menschheit steht vor noch nie dagewesenen Herausforderungen. Es sind dringend Lösungen gefragt für Probleme, die wir längst kennen. Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen sind ein möglicher Fahrplan für mehr Gerechtigkeit, Gesundheit und Nachhaltigkeit auf der Welt und bieten konkrete Handlungsansätze für nationale Maßnahmen. Denn Armut, Hunger, ungleiche Bildungschancen, mangelnde gesundheitliche Versorgung, fehlende soziale Teilhabe und Gleichberechtigung sind auch Themen bei uns in Deutschland. 

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Soziale Gerechtigkeit 

Der Klimawandel verschärft weltweit Verteilungsprobleme und erfordert von uns ein Neudenken, unserer bisherigen Lebensweise. Seit Jahrzehnten zerstören wir unsere Lebensgrundlagen und betreiben Raubbau an unserem Planeten. Wir tun das, weil es uns bisher gelungen ist, die Folgen unseres Wirtschaftens auszublenden und in andere Länder zu exportieren. In Anbetracht des Klimawandels, der Eindeutigkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse und des Bewusstseins unserer Verantwortung als Industrienation kann es so nicht weitergehen. Wir müssen handeln. 

Die größte Aufgabe dabei wird es sein, die notwendige Transformation sozial gerecht zu gestalten. Denn nur, wenn wir alle auf unserem Weg zur Klimaneutralität mitnehmen, können wir den Wandel nachhaltig gestalten. Wie groß die Herausforderungen, und wie unsicher unser bisheriges System ist, müssen wir schmerzlich in den letzten Jahren erfahren. Zuerst bringt eine globale Pandemie unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben nahezu zum Erliegen, dann stürzt uns der russische Angriff auf die Ukraine in eine Energiekrise bisher nicht erahnten Ausmaßes. Und beide Male sind es die Schwächsten unserer Gesellschaft, die am meisten unter den Folgen leiden.  

Die Coronakrise hat Schwächen unseres Bildungs- und Gesundheitssystems offenbart. Um echte Chancengleichheit steht es schlecht in Deutschland. Wie gut wir durch Lockdown und Krankheit gekommen sind, scheint auch eine Frage des Geldes zu sein. Das müssen wir ändern. Jetzt in Zeiten hoher Energiepreise sind es wieder die finanziell Schwachen, die sich am meisten einschränken müssen. Auch bei uns gibt es Menschen, die sich zwischen einem vollen Magen und einer warmen Wohnung entscheiden müssen. Die gab es auch schon früher, nur sind es jetzt eben viel mehr Menschen, die akut von Armut betroffen sind. Krisen offenbaren die Schwächen eines Systems und erfordern von der Politik Sofortmaßnahmen zur Abmilderung der Folgen, aber auch langfristige, nachhaltige Ansätze zur Erhöhung unserer Systemresilienz. 

Die Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen, sind vielfältig und komplex. Was ist gerechter Lohn, wie viel Geld benötigt ein Mensch mindestens, um Teil unserer Gesellschaft und nicht nur Zaungast zu sein? Wie gestalten wir Mobilität klimaneutral und reichen knapp 40 € (Anteil am Regelbedarf Verkehr Hartz IV) im Monat aus, um wirklich mobil zu sein? Was macht gute Bildung aus? Werde ich auf dem Land genauso gut medizinisch versorgt wie in einem Ballungszentrum? Wie schauen lebenswerte Innenstädte aus? All das und noch viel mehr steht in direktem oder indirektem Zusammenhang zur Frage der sozialen Gerechtigkeit. Lasst uns nach Antworten suchen. 

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