Besuch Ministerpräsident Ramelow 
  bei Wiegand Glas 

Pressemitteilung vom 18.07.2022

Den Besuch des thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow bei Wiegand-Glas in Steinbach am Wald kommentiert Johannes Wagner, Abgeordneter für den Wahlkreis Coburg, Kronach, Geroldsgrün (Bündnis 90/Die Grünen) aus Coburg:

„Einer der Kerninhalte des Gesprächs mit Ministerpräsident Bodo Ramelow war natürlich der Umgang mit einem Worst-Case Szenario, einem absoluten Gasmangel und daraus resultierenden Lieferengpässen für die Glasindustrie. Sollte es tatsächlich dazu kommen, könnte es zu einem dauerhaften Verlust wertvoller industrieller Infrastruktur der heimischen Glasindustrie kommen. Tausende Arbeitsplätz, ja die ganze Industrie in unserer Region wären in Gefahr. Daher werde ich mich persönlich dafür einsetzen, dass das nicht passiert.

Dazu gehört einmal genau zu prüfen, ob die Glasindustrie im Falle eines absoluten Gasmangels mit anderen energieintensiven Industrien gleichgesetzt und prioritär behandelt werden kann. Gleichzeitig müssen jetzt alle Anstrengungen unternommen werden, um Energie einzusparen. Wir können es uns gerade beispielsweise nicht leisten, im Sommer Hallenbäder zu beheizen.

Wie wir die Dekarbonisierung der Glasindustrie mittel- und langfristig voranbringen können, ist ebenfalls eine Frage, auf die wir schnell Antworten finden müssen. Denn eine Transformation braucht Zeit. Aktuell gibt es erst zwei Schmelzwannen in der Region, die elektrisch betrieben werden. Um größere Wannen elektrisch betreiben zu können, braucht es daher intensive Forschung in diesem Bereich wie auch den deutlichen Ausbau des Stromnetzes, dass bisher gar nicht die Kapazität bietet, alle Schmelzwannen elektrisch zu betreiben. Daher begrüße ich das länderübergreifende Engagement des Thüringischen Ministerpräsidenten bei der Suche nach Lösungsansätzen."