Kinder dürfen kein Armutsrisiko sein: Schluss mit den Vorwürfen gegen Eltern!
- vor 3 Stunden
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Wussten Sie, was in Deutschland eines der größten Risiken ist, in Armut zu rutschen? Es ist weder Arbeitslosigkeit noch Krankheit – es ist die Entscheidung, ein Kind zu bekommen. Besonders für Alleinerziehende ist die Gefahr erschreckend real. In meiner aktuellen Rede im Bundestag habe ich dieses Problem klar benannt.
Der Grund dafür liegt auf der Hand: Viele Eltern wollen mehr arbeiten, werden aber durch eine mangelhafte Betreuungssituation ausgebremst. Die Folge? Sobald das erste Kind da ist, reißt die Gehaltsschere zwischen Männern und Frauen massiv auf. Meist sind es die Frauen, die die Care-Arbeit übernehmen und dadurch schlechtere berufliche Aussichten haben.
Teilzeit ist kein "Lifestyle"
Anstatt diesen Familien den Rücken zu stärken, sendet die Bundesregierung fatale Signale. Wenn aus dem Kanzleramt der Vorwurf kommt, wir seien zu faul und Teilzeit sei eine reine „Lifestyle-Frage“, dann ist das ein Schlag ins Gesicht für die 70 Prozent der Mütter, die in Teilzeit arbeiten müssen! Bei stagnierendem Elterngeld und der Tatsache, dass jedes siebte Kind in Deutschland armutsgefährdet ist, brauchen wir echte Lösungen statt arroganter Belehrungen.
Was wir jetzt tun müssen
Wir brauchen eine Politik, die Familien empowert und entlastet. Dazu gehört die von uns Grünen konzipierte Kindergrundsicherung, um Kinderarmut endlich wirksam zu bekämpfen. Zudem unterstütze ich die Forderung, die erhöhten Kinderkrankentage über 2026 hinaus zu verlängern.
Es muss klar sein: Dass ein Kind krank wird, darf für die Eltern niemals zur finanziellen Falle werden.

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